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Geschäftsreisetipp: Shenzen

Was vor 40 Jahren noch ein kleines Fischergebiet war, ist heute ein Symbol für das chinesische Wirtschaftswachstum.

Um einen Eindruck von Shenzhen zu bekommen, kann es hilfreich sein, sich oben auf Lianhua Hill neben die Statue des Stadtgründers, des ehemaligen „obersten Führers“ Deng Xiaoping, zu stellen. Voranschreitend schaut er über die Stadt und den heutigen Central Business District (CBD). Ein beeindruckender Ausblick, wenn man bedenkt, was hier in weniger als 40 Jahren geschaffen wurde.

Shenzhen liegt in der südchinesischen Provinz Guangdong und ist heute eine blühende Volkswirtschaft für sich. Die selbstbewusste, ständig wachsende Metropole ist eine von Chinas Vorzeigestädten voller glänzender Wolkenkratzer, breiter Avenuen und Immobilien für gehobene Ansprüche. Und das alles in subtropischem Klima.

Shenzhen, das Hightech-Hub

Eine nicht unbedeutende Rolle für den Aufstieg zur Metropole spielte das Wachstum der Hightech-Konzerne. Dazu gehören Firmen wie der Smartphone-Hersteller Huawei, heute Nummer drei der Branche nach Samsung und Apple, und Tencent, ein bedeutender Softwareanbieter, der hinter der Messaging-Anwendung WeChat steht – gerne als das chinesische WhatsApp bezeichnet – und Online-Spiele hostet. Das Pünktchen auf dem i kam dieses Jahr mit der Eröffnung des 115 Stockwerke hohen Ping An International Finance Centre. Das vierthöchste Gebäude der Welt bohrt sich über dem CBD in den Himmel.

Shenzhen entstand unter der Öffnungspolitik Deng Xiaopings ab 1979 aus ehemaligen Fischerdörfern und war eine der ersten fünf Sonderwirtschaftszonen. Die Reformen machten das Land für ausländische Investitionen zugänglich. Shenzhen ist heute der Hafen mit dem drittgrößten Containeraufkommen weltweit. Als Zuwandererstadt zieht die Metropole Arbeiter aus ganz China an, die die riesigen Fabriken füllen, in denen der Wohlstand der Stadt entsteht. Einen Eindruck von der aufkeimenden Mittelklasse erhalten Besucher, wenn sie eines der Einkaufszentren besuchen, z.B. Coco Park und Central Walk im CBD, wo auch viele 5-Sterne-Hotels zu Hause sind.

In Shenzhen lässt es sich leben

Für Strandvergnügen fahren viele ostwärts nach Dameisha und Xiaomeisha (dafür braucht man einen Fahrschein nach Dameisha). In den Sommermonaten ist hier recht viel los. Der Freizeitpark OCT East wiederum liegt in den Bergen wie eine Art bizarrer asiatischer Außenposten der Schweiz – es gibt sogar eine Mini-Eisenbahn mit dem Bahnhof von Interlaken. Herkömmlichere Themenparks wie Happy Valley und Window of the World (beide in Nanshan) haben sich gut bewährt und sind vor allem für Familien interessant. Golf galt bei der chinesischen Führung zwar lange als Sport für die Elite, aber in Shenzhen kommen Liebhaber auf ihre Kosten. Es gibt den Shenzhen Golf Club auf der Shennan Road in Futian und nur 30 km nördlich vom CBD die weltberühmten Mission Hills.

In Shenzhen gibt es zahllose Adressen, bei denen man chinesisch schlemmen kann. Wer europäische Kost sucht, geht zu Caroline Les 5 Chefs in Coco Park (B01, Untergeschoss, Nordzone, Einkaufspark, Zhongxin Er Lu, Bezirk Futian). Um eine Vorstellung von dem Ausmaß der schier endlos großen Elektronikindustrie der Stadt zu bekommen, lohnt sich ein Spaziergang runter nach Huaqiangbei in Futian, um die faszinierenden Lagerhallen voller Einzelteile und fertiger Produkte zu bestaunen. Die Wolkenkratzer Ping An International Finance Centre in Futian und Diwang Dasha in Luohu haben Aussichtsplattformen für alle, die ins Hinterland von Hongkong schauen wollen oder die gigantische 11-Millionen-Stadt Shenzhen einfach mal von oben sehen möchten.

Weitere Tipps und praktische Hinweise – auch für Ihren Business-Termin in Shenzen – finden Sie in unserem Kundenmagazin CWT Connect.

Quelle: CWT Connect 02-2018, Autor: Keith Crane
Photo by Denys Nevozhai on Unsplash