CWT Traveler

Oktober 2018

CWT

Global Travel Forecast 2019 – Teil 2: Preisprognosen für Hotels und andere Transportmittel

Wie werden sich 2019 die Hotelpreise entwickeln, und was tut sich bei den anderen Transportmitteln? Während wir in der letzten Ausgabe des CWT Traveler über globale Marktdaten und die erwartete Preisentwicklung bei Flügen informiert haben, bleiben wir jetzt am Boden. Die Erkenntnisse stammen aus dem Global Travel Forecast 2019, den CWT und die GBTA gemeinsam und mit Unterstützung der Carlson Family Foundation publiziert haben.

Hotels: Nachfrage stark
Mehr Menschen auf Geschäftsreisen und neue Ultra-Langstreckenverbindungen bedeuten natürlich mehr Hotelübernachtungen. Das gilt für Asien ebenso wie für Europa, wobei der Brexit auch hier für Unsicherheit sorgt, auch wenn die Effekte noch schwer vorhersagbar sind. Zum einen könnte die Servicequalität leiden, denn fast 40 Prozent der Angestellten im UK-Gastgewerbe sind EU-Bürger. Falls sie Großbritannien verlassen müssten, würde das zu Personalmangel in der Branche führen. Zum anderen könnte ein schwächeres Pfund das Land für Einkaufstouristen weltweit attraktiver machen und damit die Nachfrage nach Hotelzimmern anheben.

Der Studie prognostiziert, dass Mittelklassehotels ihre Kapazitäten weiter ausbauen, da die Nachfrage hiernach – speziell bei jüngeren Reisenden – steigt. Das wird an bestimmten Zielorten Häuser und Ketten der höheren Klassen dazu zwingen, in einen Preiswettbewerb einzusteigen. Generell ist zu erwarten, dass sich Trends wie dynamische Preise, Hotelzusammenschlüsse und technische Innovationen wie automatisierter Check-in fortsetzen.

Andere Transportmittel: Preise bleiben (fast) konstant
Im weltweiten Durchschnitt bleiben die Preise für andere Transportmittel (Bahn, Bus, Taxi) stabil. Anders sieht es jedoch bei Mietwagen aus: Hier werden spätestens zum vierten Quartal die Preise steigen – in Deutschland sind Steigerungen um fast 5 Prozent, in den USA bis zu 6 Prozent möglich.

Das Buchen von Taxis per App (Ride-Hailing) ist weiterhin ein starker Trend, wird jedoch in einigen Märkten mehr oder weniger stark reguliert. So hat zum Beispiel Uber in London Mitte 2018 nur eine Kurzzeit-Lizenz für 15 Monate erhalten und wird von der Transportbehörde streng überwacht. Andere Trends wie Elektromobilität und vernetzte Fahrzeuge werden sich weiter ausbreiten.

Auf der Schiene stockt der Fortschritt stellenweise: Aufgrund der dafür notwendigen enormen Investitionen werden Hochgeschwindigkeitsstrecken zögerlicher ausgebaut als erhofft. Das gilt jedenfalls für Europa. In Asien wird zwar zum Beispiel die Verbindung Kuala Lumpur–Singapur derzeit nicht weiterverfolgt, dafür treibt China das Thema aber stark voran.

Eine Herausforderung beim Hochgeschwindigkeitsverkehr sind jedoch lückenhafte Angebote für Onlinebuchung. Hier ist eine engere Zusammenarbeit zwischen Anbietern von technischen Lösungen und Bahnbetreibern notwendig, damit der Prozess von Information, Buchung und Ticketing nutzerfreundlicher wird.

Im dritten und letzten Teil unserer kleinen Serie erhalten Sie konkrete Empfehlungen zur Umsetzung der Erkenntnisse in Ihr Firmenreiseprogramm und in Ihre Einkaufsstrategie. Bleiben Sie dran!

Den vollständigen Forecast auf Englisch finden Sie hier.

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