So wird 2019 in der Energie- und Rohstoffbranche

Geschäftsreisen und Preise steigen

CWT

Energie, Rohstoffe, Schifffahrt: Mit der Erholung der Branche steigen die Reisekosten

Im kommenden Jahr werden die Öl- und Rohstoffpreise weiter steigen. Für die Branche (Energy, Resources & Marine – ERM) bedeutet das Freud und Leid zugleich: Denn einerseits werden ihre Geschäfte und Investitionen positiv von diesen Preisen beeinflusst. Andererseits lässt das die Reisetätigkeit und Reisekosten steigen. Geopolitische Spannungen wirken sich dagegen dämpfend aus. Das hat der 2019 Energy, Resources & Marine Forecast ermittelt, der im Auftrag der auf diese Branchen spezialisierte Division von CWT erstellt wurde.


Wachstum und Bremseffekte
Die globale Wirtschaft wird 2019 voraussichtlich um 3,4 Prozent wachsen und der Bericht erwartet einen Anstieg der weltweiten Flug- und Hotelpreise. Für alle drei Sektoren prognostiziert er ein anhaltendes Wachstum – vor allem in der Energiebranche, die aus früheren Abschwüngen schlanker und effizienter hervorgegangen ist. Die erneuerbaren Energien sind hiervon der weltweit am schnellsten wachsende Markt. Doch nicht überall zeigt die Kurve so steil nach oben: Die Schifffahrt wird verhaltener wachsen. Zusätzlich können eskalierende Handelsstreitigkeiten das allgemeine Wachstum dämpfen, da sich Zölle kostenseitig niederschlagen. Hierdurch wird auch die US-Fischereibranche negativ beeinflusst. In Europa beeinträchtigt die noch immer unklare Lage aufgrund des Brexit die Wachstumserwartungen.

Sicherheit ist Kernthema der Branche
Große Bedeutung hat die Sicherheit der Reisenden, da viele wichtige Märkte und Abbaugebiete in politisch instabilen Regionen Afrikas, Südamerikas oder des Nahen Ostens liegen. Extreme Wetterlagen und sehr entlegene Reiseziele sind ebenfalls häufig eine Herausforderung. Technische Lösungen sind gefragt, die zum Beispiel über lückenlose Daten die Lokalisierung der Reisenden sicherstellen. Gleichzeitig stößt dieser Anspruch an Grenzen, weil die meist komplexen Reiseverläufe mit speziellen Transportformen (z. B. Helikoptertransfers zu Ölbohrplattformen) oft nicht über die üblichen Kanäle zu buchen sind. Es gilt, stets einen Plan B zu haben, der Reisende schützt und längere Produktionsausfälle (und damit finanzielle Verluste) verhindert. Ein durchdachtes Travel Risk Management ist speziell in dieser Branche essenziell.

 

 

Empfehlungen für Travel Manager im Energiesektor

Das sind die Empfehlungen, die CWT Energy, Resources & Marine auf Basis der Studienerkenntnisse und seiner jahrzehntelangen Erfahrung mit diesen Industrien gibt:

 

1. Wissen, wo sich Sparen (nicht) lohnt

Aufgrund der steigenden Kosten liegt das Verlangen nach Einsparungen nahe. Doch die niedrigste Rate ist nicht immer die beste, weil sie häufig mit Umbuchungsgebühren oder anderen Zusatzkosten verbunden ist. Wenn ein Unternehmen also häufig umbucht, ist ein anderer Tarif vielleicht die bessere Wahl. Wie so oft ist auch hier der Dreiklang aus Erfassen, Reporting und Analyse der Schlüssel: Nur wer seine Reisemuster kennt, findet die wirklich passenden und dann auch kosteneffizienten Raten. Das gleiche gilt für Hotelbuchungen: Verhandeln Sie nur dort, wo es sich lohnt und erfolgversprechend ist – das wird eher nicht in Häusern sein, in denen Sie nur eine überschaubare Anzahl Personen pro Jahr unterbringen.

2. Auf Notfälle vorbereitet sein

Arbeiten Sie eng mit dem Risk Management Ihres Unternehmens und externen Sicherheitsdienstleistern zusammen. Sie schätzen Ihr Risikoprofil ein und erstellen Notfallpläne für Zwischenfälle aufgrund von Wetter, politischen Unruhen und anderen potenziell gefährlichen Faktoren. Zunehmend rückt auch die Sicherheit der weiblichen Belegschaft in den Fokus, also integrieren Sie auch diesen Aspekt in ihr Travel Risk Management.

3. Technik und Menschen optimal kombinieren

Technik wird bei allem immer wichtiger, mobile Buchungsmöglichkeiten sind auf dem Vormarsch. Doch Sie sollten alle verfügbaren Buchungskanäle einbeziehen, um die perfekte Mischung für Ihren Bedarf zu finden. Gruppenbuchungen und Offshore-Transfers zum Beispiel können nicht online gebucht werden. Bestimmen Sie daher genau, was Sie leicht online erledigen können, wie etwa die einfachen Buchungen. Dadurch sparen Sie Geld und entlasten die erfahrenen Reiseberater, die sich dann effizienter um Ihre komplexen Buchungen kümmern können.

4. Immer an die Reisenden denken

Natürlich müssen Sie in Zeiten steigender Preise auf die Kosten achten. Aber behalten Sie stets die Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter im Blick, wenn Sie Reiserichtlinien definieren. Vertrauen Sie ihnen, denn grundsätzlich sind Reisende gern bereit, sich an Regeln zu halten. Geben Sie ihnen Tools an die Hand, die ihnen die Einhaltung erleichtert.

Den gesamten Forecast können Sie hier in englischer Sprache herunterladen.