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Schöne neue Arbeitswelt

Die neue Freiheit des Arbeitens – Tipps gegen Verzettelung

Immer mehr Menschen sind auch auf Geschäftsreise produktiv, beantworten Mails in der Bahn oder arbeiten im Flugzeug an der nächsten Präsentation. Neue Freiheiten, die Chancen und leicht unterschätzte Risiken beinhalten

 

Unsere Arbeitswelt verändert sich rasant, nicht zuletzt dank der Digitalisierung: Ob im Homeoffice, im Zug, in der Hotellobby oder einem Co-Working-Space, viele Menschen arbeiten nicht mehr – oder zumindest nicht mehr ausschließlich – in den Räumen ihres Arbeitgebers. Soziologen sprechen vom „ubiquitous working“, dem allgegenwärtigen Arbeiten. Das gilt auch und gerade für klassische Bürotätigkeiten. Denn wenn die Aufgaben keine zentral verfügbaren Geräte mehr erfordern, kann man nahezu überall arbeiten. Möglich machen dies Laptops, Smartphones und Software aus dem Internet, verbunden mit der zunehmenden Verfügbarkeit von WLAN.

Die neue Freiheit des Arbeitens

Technischen Möglichkeiten

Die Technik als produktiver Begleiter
Arbeiten ist damit dank der technischen Voraussetzungen jederzeit möglich. Und so gaben in einer Befragung des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft rund 60 Prozent an, dass sie 2015 mehrmals im Monat mobil gearbeitet haben – sei es beim Kunden, im Homeoffice, unterwegs in Bahn oder Flugzeug oder an öffentlichen Orten. „Geschäftsreisende können dank der technischen Möglichkeiten viel effektiver sein als noch vor fünf Jahren“, bestätigt Simon Nowroz, Chief Marketing Officer bei CWT, anlässlich der Präsentation der CWT Connected Traveler Study. „Heute können sich Geschäftsreisende einloggen und arbeiten – egal, wo sie gerade sind.“ Für die Studie wurden weltweit 1.900 Geschäftsreisende über ihr Arbeitsverhalten unterwegs befragt. Demnach sind 80 Prozent überzeugt, dass sie ihre Produktivität stärken, indem sie Reisen und Arbeiten sinnvoll verbinden.

Fluch oder Segen? Allgegenwärtiges Arbeiten

Warum überhaupt mobil arbeiten?
Johannes Moskaliuk ist Professor für Psychologie und Management an der International School of Management in Frankfurt. Er untersucht unter anderem die Auswirkungen neuer Arbeitsweisen: „Ubiquitous working bietet die Chance, Arbeit und andere Lebensbereiche unter einen Hut zu bringen – also zum Beispiel Zeiten für die Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen, für die eigene Weiterbildung, für Aktivitäten in der Freizeit und für einen herausfordernden Job.“ Zudem haben Ubiquitous worker häufig die Möglichkeit, ihre Arbeitszeiten freier zu wählen. So kann man etwa in den frühen Morgenstunden beginnen, um dann in einer verlängerten Mittagspause die Kinder von der Schule abzuholen oder bei gutem Wetter auch mal eine Radtour zum See zu machen. Am Nachmittag geht’s zurück an den Laptop. Oder am Abend, wenn die Kinder im Bett sind. Viele Ubiquitous worker schätzen solche Formen der Flexibilität wie auch die Chance, während des Pendelns zu einem Termin schon mal die täglichen Mails abzuwickeln. Neben klaren Absprachen mit dem Chef ist die Voraussetzung für eine solche Art des Arbeitens eine hohe Eigenmotivation und die Fähigkeit, strukturiert und selbstständig an Aufgaben heranzugehen. Sonst ist die Gefahr groß, sich zu verzetteln und die falschen Prioritäten zu setzen.


Quelle: CWT Connect Magazine 3/2017, Fotos: iStock

Arbeiten immer und überall – so klappt es besser

Wie Sie der Verzettelung entgegenwirken, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des CWT Connect Magazine ab Seite 28 .