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©WienTourismus/Lois Lammerhuber

Reiseziele

American Spirit

 

Spielregeln für den geschäftlichen Erfolg in den USA

 

Auch wenn so manche Nation versucht, die Vereinigten Staaten von ihrer wirtschaftlichen Vormachtstellung zu verdrängen, darf dies nicht darüber hinwegtäuschen, dass die USA weltweit weiterhin die stärkste Wirtschaftsmacht sind. Höchste Zeit also, sich vor Ort ein Bild zu machen. Noch besser geht’s, wenn Sie sich mit einigen Gepflogenheiten vertraut gemacht haben.

 

Die US-Unternehmen ...

... aus der Digitalindustrie belegen internationale Spitzenpositionen, treiben die Märkte an und zeigen dabei erhebliche Dynamik und Innovationskraft. Das wissen sie auch und treten entsprechend auf. Seien Sie daher selbstbewusst. Amerikaner sind ergebnis orientiert und handlungsstark. Sie verstehen das Wirtschaftsgeschehen mehr individual- als kollektivgetrieben. Denken Sie an die geradezu heldenhafte Verehrung von Branchen-Ikonen wie Steve Jobs oder Mark Zuckerberg. Daher messen sie auch ihren Geschäftspartner an seinen persönlichen Ergebnissen und Erfolgen. Überlegen Sie sich vorher ein paar Anekdoten, die Sie für einen gleichberechtigten Auftritt parat haben. Mit Bescheidenheit und Zurückhaltung, in Europa oft vornehme Zier, kommen Sie in den USA nicht weit.


Money makes the world go round.

Das ist ein amerikanisches Glaubensprinzip. Besitz darf daher stolz machen. Es besteht kein Anlass, sich seines Wohlstandes zu schämen. Amerikaner halten nichts davon, Mängel zu verwalten, sondern möglichst viele zu Wohlstand kommen zu lassen. Seien Sie auf Ihrer Geschäftsreise immer großzügig, besonders gegenüber Bediensteten. Denken Sie immer daran: Mehr Schein als Sein funktioniert auch und gerade in den USA.


Amerikaner trennen in ...

... der Regel nicht so strikt zwischen Berufs- und Privatleben. Gefühlt arbeiten sie immer, und Urlaub scheinen sie nicht zu kennen. Entsprechend fließend gestaltet sich auch die Zeiteinteilung. Wenn Sie sich – jetlaggeplagt – vielleicht schon nach Ihrem Hotelbett sehnen, erwartet Ihr Geschäftskontakt möglicherweise, dass Sie mit ihm bei einem Drink oder beim Abendessen die Beziehung vertiefen.

 


„Made in Europe“:

Auch wenn dieses Gütesiegel in den USA hohen Stellenwert genießt, begehen Besucher aus Europa oft einen Kardinalfehler: Ingenieurs-Arroganz. Eine „Wir können’s besser“-Einstellung wird bei Ihrem amerikanischen Gegenüber im besten Fall Stirnrunzeln hervorrufen. Vermeiden Sie nationale Vergleiche und Kommentare zur US-Politik und zu kulturellen Unterschieden wie etwa dem Recht auf Waffenbesitz. Rühmen Sie Ihr Land auch nicht mit Errungenschaften, die hierzu lande als selbstverständlich gelten, dort aber immer noch unüblich sind, wie die gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung.


Von der Limo bis zum Lokal:

Obwohl vieles so spontan wirkt, muss so gut wie alles vorher geplant werden. Das entspricht der amerikanischen Denkweise, dass Zeit Geld ist. Effizienz ist das Maß der Dinge. Das gilt auch für Aktivitäten während einer Geschäftsreise. Mal eben ins Restaurant? Besser nicht! Auch wenn’s ungewohnt ist – reservieren Sie! Amerikaner lieben Komfort („Convenience“) – das bedeutet, Sie können auch so gut wie alles reservieren. Das muss nicht telefonisch geschehen. Im Lande des digitalen Fortschritts ist vieles online zu erledigen. Es mag anfangs ungewohnt sein, doch Sie werden sehen: Eine solide Organisation im Vorwege entspannt später vor Ort ungemein.


„It’s the law“:

Die USA gelten als Land der Freiheit. Trotzdem gibt es für die meisten Geschäfte und Branchen zahlreiche Regeln und Vorschriften. Versuchen Sie nicht, sie wegzuverhandeln. Amerikaner sind in dieser Hinsicht ausgesprochen konform und akzeptieren die Gegebenheiten – auch wenn sie sinnlos erscheinen. Ersparen Sie sich ein Achselzucken, wenn Sie glauben, einen besseren Vorschlag zu haben.


Nur nicht ungeduldig werden.

Wenn Amerikaner einen Geschäftsabschluss suchen, werden sie ausgesprochen präsent und zuvorkommend sein. Nach einem Abschluss kann es allerdings sein, dass Sie länger nichts hören und Mails auch mal unbeantwortet bleiben. Tipp: Nehmen Sie es nicht persönlich. Wenn der nächste Deal ansteht, kann der Draht ebenso schnell wieder warm sein.

 

 

 

 

Quelle: CWT Connect Magazin, Ausgabe 03/2016

 

HIER GIBT’S WLAN: per App!

In den USA kann die Online-Verbindung über das Smartphone zum Problem werden, weil Roaming sehr teuer ist. Da hilft es, wenn man über WLAN online gehen kann. Doch wo ist das nächste Netz? Wer das nicht aufs Geratewohl ausprobieren möchte, kann sich von der kostenlosen App Wifi Finder helfen lassen. Via GPS ermittelt sie Ihren Standort und zeigt im Kartenmodus alle Netze in der näheren Umgebung an. Zudem steht ein Offline-Modus zur Verfügung, eine Datenbank, die man nach der Installation herunterladen kann. Diese bietet allerdings nur eine Listendarstellung. Nur für Android.

 


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