skipnavigation
©WienTourismus/Lois Lammerhuber

Reiseziele: Bilbao

Bilbao, vom Eisen zum Titan

 

Wer noch das Bilbao von früher kennt, erinnert sich sicherlich an das Eisen, die Schlote von Altos Hornos de Vizcaya – im 20. Jahrhundert lange Zeit das größte Unternehmen Spaniens –, die Containerschiffe, die gewaltigen Entladekrähne an den Kais der Werften. Bis 1993 der erste Spatenstich für das Guggenheim-Museum Bilbao den Wandel einläutete. Das beeindruckende Gebäude von Stararchitekt Frank O. Gehry, das in diesem Jahr seinen 20. Geburtstag feiert, versetzte die Welt in Staunen und veränderte die Stadt. Der Bau war das Fundament für das Wiederaufleben der Industriemetropole. Bilbao sollte weiterhin eines der größten Wirtschaftszentren Spaniens bleiben, aber zudem enorme künstlerische, architektonische und touristische Bedeutung erlangen. So wurde die baskische Metropole mit unzähligen Preisen ausgezeichnet, darunter der Lee Kuan Yew World City Prize 2010, bekannt als Nobelpreis der Städte.

 

Bilbao

 

Der Dominoeffekt des „Guggenheim“

Das Guggenheim-Museum Bilbao war der Startschuss zu weiteren spektakulären Projekten wie der Sanierung der Flussufer des Nervión, heute eine der Lebensadern der Stadt und Schauplatz für Sportwettkämpfe wie der traditionellen Ruderregatta „Regatas de Traineras“ oder des Finales der Red Bull Cliff Diving World Series in den Jahren 2014 und 2015.

 

Vom Fluss aus erblühte die Stadt nach und nach: Die Ufer wurden dank der Errichtung sehenswerter Promenaden und der Neugestaltung der Kais wiederbelebt. So ist der Kai Marzana heute ein idealer Ort, um das neue Bilbao und zugleich den Ausblick auf die Altstadt zu genießen, mit dem erst kürzlich restaurierten Mercado de la Ribera, der Brücke und Kirche San Antón, Wahrzeichen des Schutzpatrons der Stadt. In der Altstadt reihen sich auch Galerien aneinander und liegt einer der gastronomischen Hotspots: das Restaurant Mina.

 

Direkt gegenüber liegen eine der renommiertesten Universitäten Spaniens, die traditionsreiche Universidad de Deusto, und der leuchtend rote Carola-Kran, ein Zeuge des industriellen Erbes der Stadt. Der riesige, zwischen 1954 und 1957 erbaute Kran ist heute Teil des See- und Schifffahrtsmuseums Marítimo Ría de Bilbao und war zu seiner Zeit die stärkste Hebemaschine Spaniens. Mit einer Hubkraft von 30 Tonnen wurde Carola für den Bau großer Schiffe eingesetzt.

 

Stelldichein von Architekten und Designern

Die Ufer des Nervión sind nicht der einzige Ort, an dem die Werke von berühmten Architekten und Designern bestaunt werden können. Der Brite Norman Foster wurde mit dem Entwurf der acht wichtigsten Metrostationen beauftragt. Die Eingänge aus Stahl und Glas, die zu Ehren ihres Designers „Fosteritos“ genannt werden, sind zu Wahrzeichen der Umgestaltung der Stadt geworden. Einen Besuch wert ist auch die Alhóndiga, ein ehema liges Weinlager, umgestaltet durch den französischen Industriedesigner Philippe Starck. Heute ist das Gebäude ein Freizeit-, Sport- und Kulturzentrum und trägt zu Ehren des verstorbenen Bürgermeisters der Stadt Iñaki Azkuna den Namen Azkuna Zentroa.

 

Erkundungen zu Fuß

Bilbao lässt sich am besten bei einem Spaziergang erkunden. Alle Sehenswürdigkeiten lassen sich gut zu Fuß erreichen.


Bodega Ysios

Stararchitekt Santiago Calatrava gehört zu den namhaften Weinmachern des Rioja-Gebiets. Sein Weingut Ysios gestaltete er selbst, um den hervorragenden Wein kümmern sich seine Kellermeister.

 


Ausflug ans Meer

Der Hafen von Viejo Algorta liegt nur wenige Kilometer nördlich von Bilbao. Am schönsten erreicht man ihn an Bord der Txinbito, eines Ausflugsschiffs auf dem Fluss Nervión.

 

 

Quelle: CWT Connect Magazine 3/2017, Fotos: iStock/Mitxi

Lesen Sie den vollständigen Artikel in unserem CWT Connect Magazine.

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren: