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©WienTourismus/Lois Lammerhuber

Reiseziele

Business in Finnland

 

Finnland: eiskalt charmant

 

Von ganz oben im Norden bis hinunter nach Helsinki sind es rund 1.300 Kilometer. Wer im Norden beginnt, taucht in die Vergangenheit ein: Besucht man die Samen, die Ureinwohner Finnisch-Lapplands, im nördlichsten Zipfel des Landes, scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Viele der nur noch rund 5.000 Samen arbeiten als Rentierzüchter und verdienen sich mit Touristen-Exkursionen etwas dazu: Hunde-, Motor- oder Rentierschlittenfahrten sind beliebt. Spannend sind Begegnungen mit der samischen Kultur, etwa bei gemeinsamen Abenden bei Rentierfleisch und Lachssuppe am Lagerfeuer in der traditionellen Jurte. Manchmal erklingt ein „Joik“, Gesang mit Trommelbegleitung, der von Geistern, Göttern und der Spiegelwelt berichtet, die es im Glauben der Samen gibt. Das Kontrastprogramm dazu ist Helsinki ganz im Süden des Landes: Über 100 Kilometer Küstenlinie und ungefähr 300 Inseln – die finnische Hauptstadt ist eindeutig maritim geprägt. Gleichzeitig grenzen zahlreiche Wälder direkt an das Stadtzentrum, dessen Rhythmus eher entspannt als hektisch ist. Kompakt und gemütlich zeigt sich der wichtigste Wirtschaftsstandort Finnlands, und die meisten seiner Sehenswürdigkeiten lassen sich bequem zu Fuß erkunden.

 

Drei Stunden Freizeit in Helsinki: Geheimtipps für Über- und Ausblicke

Die schnellste und günstigste Möglichkeit, sich einen Überblick über die Stadt zu verschaffen, bieten die Tramlinien 3B oder 3T. Für 2,50 Euro fährt man eine Stunde lang auf einem Rundkurs durch die Stadt und kommt an den wichtigsten Sehenswürdigkeiten vorbei. Mit einem Touristenticket (Gültigkeit zwischen einem und sieben Tagen) kann man aussteigen, wo man möchte, und die Tour später fortsetzen.

 

Etwas mehr Zeit – ca. zwei bis vier Stunden – und bequeme Schuhe braucht man für die auf mehreren Inseln vor Helsinki gegründete Seefestung Suomenlinna. Sie wurde 1748 gegründet und zeigt Einflüsse westlicher und östlicher Herrschaft, schließlich war sie nacheinander Teil des russischen, des schwedischen und des finnischen Verteidigungssystems. Eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten Helsinkis ist die in massiven Fels gebaute Kirche Temppeliaukio. Und einen wunderbaren Ausblick über die Stadt hat man vom 72 Meter hohen Turm des Olympiastadions.


Die ausgefallene Tour: Tagsüber Skilaufen, nachts in Schnee und Eis schlafen

Der Winter in Finnland ist lang – und in der Nordhälfte des Landes enorm schneesicher: ein Paradies für Wintersportfans. In ganz Finnland gibt es Wintersportgebiete, meist kleine Berge in der Nähe von Städten und Dörfern. Die vier großen Skigebiete befinden sich jedoch in den Fjells von Lappland: Levi, Ylläs, Pyhä-Luosto und Ruka. Sie liegen rund 500 bis 700 Meter über dem Meeresspiegel und haben bis zu drei Kilometer lange Skipisten für alle Leistungsniveaus – von seichten Anfängerhügeln bis zu schwarzen Buckelpisten und von Schneeparks bis zu Tiefschneetouren ist alles geboten. Passend zum dünn besiedelten Land ist die Atmosphäre in den Wintersportzentren angenehm entspannt. Drängeleien auf der Piste oder Schlange stehen an den Liften: Fehlanzeige. Und wer auch nachts Schnee und Eis genießen möchte, kann in einem der Schneehotels in einem Bett aus Eis übernachten – frostfeste Schlafsäcke werden natürlich gestellt. Oder Sie wählen eine Unterkunft mit Glasdecke, um das Nordlicht zu bestaunen.


Joggen bei Eis und Schnee ist nicht so leicht – eine Fahrt mit dem Schneemobil ist eine gute Alternative

Eine Fahrt mit dem Schneemobil kann nicht nur an Land stattfinden: Die zugefrorene Ostsee verbindet die Schären-Inseln vor der Südwestküste Finnlands zu einer großen, schimmernden Fläche. Dabei tragen die Teilnehmer schwarze Anzüge, damit man sie im weiten Weiß gut sieht. Jeweils zwei schwarze Michelinmännchen besteigen ein Schneemobil und los geht es. Nur Baumbewuchs zeigt, dass unter dem Schnee fester Boden ist – wo keine Bäume sind, ist darunter die zugefrorene Ostsee. Anschließend folgt der obligatorische Gang in die Sauna, die in Finnland zu jedem Haus gehört. Das Tauchbecken ist die Natur vor der Tür: nach dem Saunagang einfach in den knisternden Schnee fallen lassen! Danach wärmt der milde finnische Wodka von innen.

 

 

Für Business-Lunches und Meetings im Café

  • Traditionell finnisch isst man im Restaurant Zetor. Zwischen Treckern und anderen landwirtschaftlichen Andenken genießt man riesige Portionen finnischer Hausmannskost. www.zetor.net
  • Bei der Festung Suomenlinna – 15 Minuten per Fähre vom Marktplatz entfernt – liegt die Brauerei Suomenlinna. Es gibt selbst gebrautes Bier und köstliche Speisen aus frischen einheimischen Zutaten. www.panimoravintola.fi
  • Wer einmal richtig traditionell essen möchte, sollte ins Restaurant Lappi gehen. Hier wird man von Kellnern in lappländischer Tracht bedient und kommt in den Genuss der ursprünglichen finnischen Küche. www.lappires.com

Leckereien am Südhafen
Auf dem Marktplatz Kauppatori am Südhafen gibt es neben Lebensmitteln auch Kunsthandwerk und Souvenirs. In der Nähe liegt die Alte Markthalle (Wanha Kauppahalli), seit 1889 Treffpunkt für Feinschmecker. Hier gibt es lappländische Spezialitäten und andere Delikatessen.

  Fotos: Visit Finland, Markus Kiili, Jussi Hellstén,

 

 
CWT Touristik Profi Tipp

Ungewöhnliche Winteraktivitäten wie Hundeschlittenfahren und Schneeschuhwandern gibt es viele in Finnland. Ein Highlight allerdings – vor allem für Kinder – ist der Besuch beim Weihnachtsmann im Weihnachtsmanndorf in Rovaniemi: Hier kann man den Wichteln über die Schulter schauen und sehen, wo all die Wunschzettel landen, die das ganze Jahr über an den Weihnachtsmann gehen. Ein unvergessliches Erlebnis für alle!

www.cwt-touristik.de

 

Mobil unterwegs

CITY-OPAS® tourist maps für Android und iPhone oder Walk and Feel Helsinki für Android und iPhone; weitere Apps im Helsinki App Store: apps.hel.fi

 


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