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Reiseziele

Business in Fernost

 

Tokio die Entspannte

 

Die urbane Region Tokio mit den nahtlos ineinander übergehenden Nachbarstädten Yokohama, Kawasaki, Chiba und Saitama ist der größte Ballungsraum der Welt. Rund 40 Millionen Menschen leben hier auf engstem Raum. Für den Reisenden ist dies hin und wieder kaum zu glauben, denn Tokio ist im Grunde nicht eine, sondern viele Städte: Vom Hochhaus-Distrikt Chiyoda oder der prächtigen Einkaufsmeile Ginza sind es nur wenige U-Bahnstationen zum Sumo-Viertel Ryukogan, wo die mächtigen Ringer mit Zopf und traditionellen Gewändern durch die Straßen stampfen. Gleich gegenüber, auf der anderen Seite des Sumida-Rivers, liegt Asakusa, das vielerorts als Teil einer japanischen Kleinstadt durchginge – Gassenschreier und Straßenschreine inklusive. Zwischendrin sorgen Parks wie Inokashira für Luft zum Atmen. Was die Stadt jedoch ganz besonders sympathisch macht, ist ein oft übersehener Fakt: Bei allem Nightlife und großstädtischem Amüsement ist Tokio die sicherste Metropole der Welt.

 

Drei Stunden Freizeit in Tokio: Die 100 Tempel von Yanaka

Einstöckige Holzhäuser, enge Gassen, gesäumt von Topfblumen, aus dem Schrein dringen Glockenschläge, am Straßenrand halten zwei Japanerinnen ein ausgiebiges Schwätzchen. Nur der mobile Tofuhändler, dessen Tröte auch die ältesten Bewohnern Yanakas noch aus der Schwerhörigkeit holt, zerreißt die Stille. Das soll Tokio sein? Auf den ersten Blick wirkt der Stadtteil Yanaka im Norden der Tokioter Innenstadt, wenige Gehminuten von der Nippori-Station entfernt, kein bisschen großstädtisch und liegt doch mitten in der Kapitale. Schuld an seiner Existenz ist übrigens der Edo-Shogun Tokugawa Ietsuna. Nach dem großen Feuer von 1657 ließ er alle Gotteshäuser der Hauptstadt in den damaligen Vorort verlegen: Die so entstandenen Lücken sollten als Brandschneisen dienen. Rund 100 Tempel und Schreine stehen dort seither dicht an dicht; kein Wunder, dass sich Yanaka eine so stille Atmosphäre bewahren konnte.


Die ausgefallene Tour: Tokios schreckliche Seite

Für die Guides von Haunted Tokyo Tours ist die japanische Hauptstadt vor allem ein Ort der Dämonen und anderer übersinnlicher Wesen. Neben ihrer Friedhofs-Tour und den „Geistern des alten Tokio“ sind auch skurrile Themen dabei, wie die „Dämonen des Rotlichtdistrikts“. Für Geschäftsreisende besonders praktisch: Viele der englisch-sprachigen geführten Spaziergänge finden abends statt, wenn Tokios Dämonen aktiv sind.


Die beste Joggingstrecke: Eine Runde um den Kaiserpalast

Für alle, die morgens nicht nur eine sportliche Runde drehen, sondern auch eine Portion japanisches Flair tanken wollen, ist die 5-Kilometer-Runde um den Kaiserpalast ein Muss. In regelmäßigen Abständen gibt es auf der Strecke sogar Umkleidekabinen und Duschen, damit Läufer, die von weiter weg anreisen, den gewohnten Komfort finden.


Dos & Don´ts im Business: Hier lauern die Überraschungen

Die japanischen Visitenkarten sind gedruckt, die Verbeugung beim Überreichen geübt, das passende Mitbringsel im Koffer – kann eigentlich nichts mehr schief gehen, oder? Doch der Teufel steckt im Detail: Wer denkt schon daran, unbedingt neue Socken einzupacken? Unterwegs in Japan heißt es zu allerhand Gelegenheiten, die Schuhe auszuziehen, sogar im geschäftlichen Umfeld. So sind viele Izakaya-Bierkneipen, in denen Japaner abends gerne mit Gästen entspannen, oft „Socks-only-Area“. Lädt der japanische Partner nach getaner Arbeit zum Umtrunk, heißt es Socke bekennen – wer dann löchrige Ware vorzeigen muss, blamiert sich bis auf die Knochen.

Genauso überraschend ist für viele Besucher der lockere Umgang mit dem Mittagsschläfchen – gerne auch am Schreibtisch oder in einem Meeting. Was in Europa als unhöflich gewertet würde, bedeutet für Japaner eigentlich nur eines: Dieser Mensch hat gestern lange gearbeitet. Nickt gar der Vorgesetzte oder Geschäftspartner bei einer Präsentation ein, sollte man die schmeichelhafte japanische Interpretation wählen: Hier hat jemand so viel Vertrauen in den Verlauf der Verhandlungen, dass man ruhig mal fünf Minuten Auszeit nehmen darf.

 

 

Japanische Gourmetküche
Der kulinarische Tipp von Kullen Ozaki, Chief Concierge des Aman Tokyo: „Das Restaurant Kohaku (Shinjuku-ku Kagurazaka 3–4, Tel. +81-3-5225-0807) serviert allerfeinste, traditionelle Kaiseki-Küche, also japanische Kochkunst der Spitzenklasse in moderner Interpretation. Mein Tipp für ein Geschäftsessen: Lassen Sie sich von den Überraschungsmenüs (Omakase) des Chefkoch Koji Koizumi verführen. Sie sind für sich allein ein Grund, nach Tokio zu fliegen. Wichtig: Unbedingt vier Wochen im Voraus reservieren!

  Quelle: CWT Connect Magazin, Ausgabe 01/2016. Foto: PR

 

 
CWT Touristik Profi Tipp

Sabine Quaas, Teamleitung von CWT Touristik, war im Herbst 2015 in Tokio: „Das quirlige Viertel Shibuya gehört in jede Reiseplanung. Hier kann man die neuesten japanischen Modetrends entdecken, erlebt laute Straßenkonzerte und bestaunt die wohl belebteste Kreuzung der Welt an der Westseite des Bahnhofs Shibuya. Hier überqueren pro Ampelschaltung rund 1.000 Menschen gleichzeitig die Straßen – ohne Unfall!

 

 

Mobil unterwegs

Tokio-App: Der „Tokyo Handy Guide“ der Tourismusbehörden Tokio informiert, hilft und rät in vielen Situationen (iOS und Android, inklusive Offline-Stadtplänen, gratis).