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Vereinigte Arabische Emirate

 

Vereinigte Arabische Emirate: Übermorgenland

 

Es waren einmal die Emirate Abu Dhabi, Dubai, Scharjah, Fujairah, Ajman und Umm al-Qaiwan. Ihre Bewohner lebten von Fischfang und Perlentauchen, später vom Handel mit dem Iran und Indien. Doch in den 1960er-Jahren entdeckte man Öl unter dem Wüstensand. Es katapultierte auch diesen Teil der Golfregion in eine neue Zukunft. Gleichzeitig blickten die Herrscherfamilien auf ihre mächtigen Nachbarn Saudi-Arabien und Iran. Um wirtschaftlich und politisch gegen diese Großmächte bestehen zu können, entschieden sich die Emirate 1971 für einen Zusammenschluss zu den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE). Ein Jahr später folgte das siebte Emirat Ras al-Khaima. Mit der Vereinigung setzte eine Entwicklung ein, deren Ausmaß und Geschwindigkeit nicht nur in der arabischen Welt ihresgleichen sucht. Heute wird der Welt demonstriert, was es bedeutet, wenn Geld keine Rolle spielt. Emiratis zählen zu den reichsten Menschen der Welt und müssen nicht einmal Einkommensteuer zahlen. Dabei machen sie nur etwa 15 Prozent der Bevölkerung der VAE von rund 9,9 Millionen Einwohnern aus, auf einer Fläche so groß wie Bayern. Die überdeutliche Mehrheit sind Ausländer, sogenannte Expats, die in erster Linie zum Boom der VAE beitragen.

 

Was nach dem Öl kommt …

Doch Erdöl ist endlich. Experten haben berechnet, dass in rund 30 Jahren aus den Bohranlagen nichts mehr tropft. Zudem prognostiziert die OPEC, dass der Durst der Welt nach Öl in den nächsten 20 Jahren schwinden wird. Die regenerativen Energiequellen sind auf dem Vormarsch. Das wissen die Herrscher. Ihr erfolgreiches Gebot: wirtschaftlich diversifizieren. Die VAE, allen voran Dubai, sind heute die Handelsdrehscheibe Nummer eins in der arabischen Welt. 85 Prozent des Bruttoinlandsprodukts werden bereits im Nichtölsektor erwirtschaftet, Tendenz steigend. Die luxuriösesten Ferienanlagen, die feinsten Einkaufszentren, die exquisitesten Restaurants, die größten Flughäfen und künstliche Inseln im Meer – Alltag in den VAE.

 

Drei Stunden Freizeit: Teatime

Teatime gefällig? Dann sollte man eine solche mit feinsten Teesorten und typisch englischen Scones im Emirates Palace in Abu Dhabi buchen und die Architektur bewundern, denn der Emirates Palace ist ein Traum aus pompöser orientalischer Palastkunst. Es gehört der Herrscherfamilie, war als Palast für den Herrscher geplant; als dieser aber überraschend starb, hat man es in ein Hotel umgebaut. Es gilt als eines der luxuriösesten Hotels der Welt.


Die ausgefallene Tour: Die Emirate verstehen

Dass man Genuss und Kultur auf ganz besondere Art verbinden kann, zeigt das Sheikh Mohammed Centre for Cultural Understanding (SMCCU) in Bastakiya, Dubai. Unter dem Motto „Open doors. Open mind“ veranstaltet das Kulturzentrum nicht nur regelmäßig Moscheenbesuche oder Rundgänge durch die Altstadt, sondern auch sogenannte Cultural Meals. In einem Hof eines typisch emiratischen Hauses dürfen Gäste Fragen stellen, Emiratis (meist eine Frau und ein Mann) geben Antworten. Danach wird gemeinsam emiratisch gegessen. Genussvoller können interkulturelle Begegnungen wohl kaum sein. www.cultures.ae


Dos & Don’ts im Business

Sollten Sie die Vereinigten Arabischen Emirate vor allem aus geschäftlichen Gründen bereisen, so ist ein bisschen Kulturkompetenz sehr angebracht. Ihre vorrangigen Ansprech- und Geschäftspartner werden zwar nicht Emiratis sein, aber sie sind die Entscheidungsträger.

 

Ein paar kurze Hinweise:

 

Die VAE liegen am Arabischen Golf – sind Sie im Iran unterwegs, ist es natürlich der Persische Golf.

 

Geduldig sein. Zeitangaben, auch für Meetings, sind eher als grobe Richtschnur zu betrachten. Allerdings: Von Ihnen wird Pünktlichkeit erwartet.

 

Kritik am Herrscherhaus und Fragen nach Demokratie sind tabu.

 

Zwar haben die Emirate äußerlich eine rasend schnelle Modernisierung erlebt, aber die Gesellschaftsstruktur und das Moralempfinden sind nach wie vor stark in der arabischen Kultur und Mentalität verwurzelt. Emiratis sind tendenziell eher wertekonservativ.

 

Nicht jeder Emirati gibt einer Dame zur Begrüßung die Hand, das gilt auch für Emiratinnen, die nicht jedem Mann die Hand geben. Man legt die rechte Hand auf das Herz und verneigt sich leicht. Da Dubai international ist, wird heute doch oft die Hand gereicht. Woher wissen, was angebracht ist? Ganz einfach: Abwarten, ob man Ihnen die Hand entgegenstreckt. Falls nicht: Hand aufs Herz.

 

Kulinarischer Tipp

 

Die Konkurrenz bei Restaurants in den Emiraten, vor allem in Dubai und Abu Dhabi, ist groß. So gibt es Hochgenüsse zu moderaten Preisen. Nach oben sind dennoch keine Grenzen gesetzt. Die ganze kulinarische Welt präsentiert sich vor allem in den großen Hotels. Doch gibt es seit wenigen Jahren eine spannende Entwicklung: Einige Restaurants entdecken ihre eigene, also die emiratische Küche, die eher einfach ist. Die Wüste gab außer Datteln und ein bisschen Viehzucht mit Ziegen, Schafen und Kamelen nicht viel her, allenfalls am Golf kam Fisch dazu, Gewürze waren nahezu unbekannt. Aber auch diese einfachen Zutaten lassen sich herrlich veredeln. Und damit ist ein neuer Trend entdeckt.

 

MAMA TANI
In diesem Café lassen die emiratischen Geschwister Maitha und Omar Al Shamsi in modern poppigem Ambiente bestes Frühstück auftischen. Unbedingt probieren: das traditionelle emiratische Brot Khameer mit Dattelsirup, Safran und Kardamom und dazu ein Rosenwassertrunk mit Jasmin! Ab 10 Euro. www.mamatani.com

 

MEYLAS
Shaikha Al Kaabi, eine junge Emiratin aus Abu Dhabi, machte sich zunächst mit einem Foodtruck selbstständig und verkaufte typisch emiratische Speisen. Das war so erfolgreich, dass sie 2015 ein hippes Restaurant und Frühstückscafé mit Blick auf das Meer in Abu Dhabi eröffnen konnte. www.meylas.com

 

 

Quelle: CWT Connect Magazin, Ausgabe 01/2017. Fotos: Lutz Jaekel

 

 
CWT Touristik Profi Tipp

Yvonne Niebergall, Manager Leisure Travel bei CWT: „Damit aus den VAE kein Disneyland für Erwachsene wird, setzen die Herrscher seit Jahren auch auf Kunst: in Dubai mit der „Gulf Art Fair“. In Abu Dhabi lässt sich der Herrscher die Kulturinsel Saadiyat geschätzte 19 Milliarden Euro kosten, um Abu Dhabi zur Kunstmetropole aufzubauen und aus dem Schatten Dubais herauszutreten. So entsteht auf Saadiyat eine Dependance des New Yorker Guggenheim Museums und 2017 ein Ableger des Louvre. Weitere Museen, Theater und ein Opernhaus sind geplant. Das Nachbaremirat Scharjah hingegen besitzt bereits so viele Museen, Kunstakademien und Galerien wie alle anderen Emirate zusammen, die Biennale hat Weltrang erreicht.“

 

 

Mobil unterwegs

Für Android gibt es „Dubai Offline Map Reiseführer “, für iOS „Dubai Reiseführer, Offline-Karte und Stadtplan “. Für Abu Dhabi gibt es die App „Visit Abu Dhabi “ von der Abu Dhabi Tourism & Culture Authority für Android, IOS und Windows.

 

 

 

Lesen Sie den vollständigen Artikel in unserem CWT Connect Magazin.

 


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