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©WienTourismus/Lois Lammerhuber

Reiseziele: Windhoek

Windhoek, ganz oben und mittendrin

 

Windhoek ist die Hauptstadt und das wirtschaftliche Zentrum Namibias. Durch ihre zentrale Lage im Land ist sie außerdem Verkehrsknotenpunkt – in ein paar Stunden erreicht man sowohl den Etosha-Nationalpark als auch die Namib-Wüste oder die Küste mit ihren Sehenswürdigkeiten. Die Stadt im Hochland ist ein wichtiger Messestandort und Zentrum der namibischen Tourismusindustrie.

 

Windhoek, das „windige Eck“ hat über 300.000 Einwohner – Tendenz steigend – und wirkt eher beschaulich. Moderne Gebäude mischen sich mit der kolonialen Architektur der Jahrhundertwende. Den Grundstein zum modernen Windhoek legte im Jahr 1890 Curt von François, Offizier der deutschen Schutztruppe, als er mit dem Bau der Alten Feste begann. Damals Truppenhauptquartier, beherbergt die Festung heute einen Teil des Staatsmuseums, das die Geschichte Namibias zeigt, und das Denkmal des Südwester Reiters. Viele der kolonialen Bauten finden sich an der Independence Avenue, weitere Sehenswürdigkeiten sind neben der Alten Feste die Christuskirche, der Tintenpalast und die Christuskirche.

 

Mit vielen Straßencafés und Biergärten wirkt das Zentrum fast wie das einer mitteleuropäischen Stadt. Seit der Unabhängigkeit im Jahr 1990 wurden Bauten errichtet, die sich stärker an der afrikanischen Architektur orientieren. Viele Museen und Galerien laden dazu ein, sich mit der wechselvollen Geschichte des Landes zu befassen und sowohl die traditionelle als auch die zeitgenössische Kunst zu betrachten. Handwerk und Kunsthandwerk finden Interessierte bei Straßenhändlern und in der „Alten Brauerei“. Eine abwechslungsreiche Mischung in einer ungewöhnlichen Stadt!


Die ausgefallene Tour

Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste

Zwei junge Geologen verließen 1935 Nazi-Deutschland und kamen nach Namibia. Sie erforschten das Naukluft-Gebirge und suchten nach Wasser. Als jedoch der Zweite Weltkrieg ausbrach, fürchteten sie sich vor der Internierung als feindliche Ausländer und flohen in die Wüste, wo sie ums nackte Überleben kämpften. Sie litten Hunger und Durst, hausten in provisorischen Unterkünften und Höhlen. Eine der Wohn-Höhlen der beiden Forscher rund 250 km westlich von Windhoek kann heute noch besichtigt werden. Buchtipp: Henno Martin, Wenn es Krieg gibt, gehen wir in die Wüste, Two Books, 12,80 Euro

 


Typische Souvenirs und regionale Produkte
  • Auf Handwerksmärkten findet man Modeschmuck und Dekorationsgegenstände aus allen möglichen Materialien, Pflanzensamen sowie verschiedene Halbedelsteine aus der Region.
  • Geschnitzte Produkte kann man fast überall auf den Straßen von fliegenden Händlern kaufen.


Kulinarischer Tipp

Schwarzwälder Kirschtorte

Unübersehbar sind die Biere, die in Namibia nach deutschem Reinheitsgebot gebraut werden, sodass sich jeder Bierliebhaber schnell wohlfühlt. Und eine weitere, beinahe exotische deutsche Spezialität hat der namibische Speisezettel zu bieten: Die bei uns schon fast in Vergessenheit geratene Schwarzwälder Kirschtorte zählt zu den beliebtesten Backwerken des Landes. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfunden, wurde diese Verbindung aus luftigem Biskuit, sauren Kirschen, Schokolade und Sahne im Handumdrehen derart beliebt, dass sie bald ihren Siegeszug auch in entlegene Kolonien antrat.

 

Business-Lunches und Meetings im Café

  • Aufstrebend: das N.I.C.E. mit angeschlossener Kochschule
  • Empfehlenswert: Sundowner auf der Dachterrasse des Hotels Heinitzburg.
  • Institution: Joe’s Beerhouse an der Nelson Mandela Ave


Foto: Fotolia/ambeon

 
CWT Touristik Profi Tipp

Yvonne Niebergall, Manager Leisure Travel bei CWT: „Von Windhoek aus erreicht man in ein paar Stunden per Mietwagen den Etosha-Nationalpark. Die Trockenzeit von Mai bis Oktober ist die beste Zeit des Jahres, um eine Fülle von Tieren rund um die Wasserlöcher zu sichten. Die Ebene ist oftmals staubtrocken und eine ideale Kulisse für einzigartige Fotos.“

 

 

Mobil unterwegs

Apps: MyNamibia App von Your World Publishers; Windhoek City Guide & Map von Tripomatic; beide für iPhone und Android

 


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