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Business-Event-Apps

 

Mit drei Lösungen zum gelungenen Event

Business-Event-Apps sind praktische Begleiter bei Workshops, Kongressen oder Messen. Ob als Veranstalter oder Teilnehmer – sie unterstützen Sie bei Ihrem Event. Drei gängige Varianten mit unterschiedlichen Schwerpunkten teilen sich den Markt. Wir haben uns alle Typen genauer angesehen.

 

Event und Teilnehmer zusammenbringen

Business-Event-Apps, die Nutzer auf Veranstaltungen hinweisen und Veranstaltern die passende Zielgruppe servieren, sind im Kommen. Eine Gattung sind plattformbasierte Apps. Im Oktober 2016 hat Facebook eine entsprechende App gestartet, schon länger gibt es „Xing Events“. Nutzer können sich hier darüber informieren, welche ihrem Profil entsprechenden Veranstaltungen angeboten werden, und können sogar Tickets kaufen. Bei Apps dieser Sorte binden sich Teilnehmer jedoch an eine Online-Plattform – nur wer Mitglied ist, kann sie sinnvoll nutzen. Wichtig zu wissen ist auch: Veranstalter können eigene Events gegen Bezahlung in der App besonders hervorheben. Dies ist Vor- und Nachteil zugleich, je nach Sichtweise des Nutzers. Für Veranstalter ist es vielleicht gut investiertes Geld. Wer hingegen Events sucht, an denen er teilnehmen könnte, für den kann das die Auswahl der geeigneten Veranstaltungen verzerren.

Das Event optimal organisieren

Eine zweite Art der Event-Apps ist auf bestimmte Veranstaltungen zugeschnitten. Sie bietet Teilnehmern ein Rundum-sorglos-Paket. So ermöglicht es „Meet by CWT M&E“, eine individuelle App für Veranstaltungen aufzusetzen, Kontakt- und Eventdaten sowie Meeting-Agenden zu verwalten. Weitere international etablierte Apps sind zum Beispiel „CrowdCompass“, „eventmobi“ oder „Lumi Show“. Zudem bieten große Veranstalter eigene Angebote: „My MWC“ zum Mobile World Congress etwa oder die „CeBIT-App“. Diese Apps haben – je nach Ausstattung – viele Vorteile. Teilnehmer akkreditieren sich mit dem Smartphone oder Tablet schnell und einfach mittels eines QR-Codes. Sie erstellen ein persönliches Profil und sehen sich das anderer Gäste an. Per Messenger treten User direkt mit interessanten Personen in Kontakt, erhalten Dokumente, Filme und Fotos, informieren sich in der Agenda über Programmpunkte und blättern live in Präsentationen. Je nach Veranstaltung sind weitere Angebote möglich: die eigene Meinung per Twitter an einer Tweetwall kundzutun, an Umfragen teilzunehmen und – anonym oder mit echtem Namen – Fragen zu stellen.

 

Auch für Veranstalter sind diese Apps gewinnbringend. Oft ändert sich das Programm eines Events: In der App hat alles nach ein paar Klicks wieder seine Richtigkeit. Zudem wird eine Menge sinnlos gedrucktes Papier gespart. Ein echter Zeit- und Kostenfaktor und zudem gut für die Umwelt! Eine Veranstaltung evaluieren? Kein Problem: Ob aktiv, per Umfragen über die App, oder passiv über die Nutzerzahlen – man erfährt, wen was interessiert und wer an welchen Panels teilgenommen hat. Zudem bieten diese Apps Werbeplattformen für Sponsoren und für Veranstalter eine neue Einnahmequelle. Und zu guter Letzt: Wie viel spannender ist eine Veranstaltung, wenn sie per App begleitet wird? Da ist das Daddeln am Handy plötzlich gerne gesehen! Einen Nachteil erlebt man jedoch immer wieder: Was nutzt die beste App zum Event, wenn die Inhalte nicht angemessen für Smartphone oder Tablet aufbereitet sind? Hallenpläne als PDF-Download oder kaum zu entziffernde Textwüsten sind bekannte Mankos. Wer als Veranstalter Event-Apps anbietet, muss den „Mobile first“-Gedanken verinnerlichen.

Das Event zum Erfolg machen

News aus der Branche sind wichtig – ob eine Messe oder ein Kongress für Teilnehmer zum Erfolg wird, hängt auch von der Anzahl und Qualität neu geknüpfter Kontakte ab. Hier setzt die dritte Gattung von Apps an – sie stellt den Social-Media-Gedanken des Netzwerkens in den Vordergrund. Angebote wie „Hidence“ wollen so über unterschiedliche Veranstaltungen hinweg Menschen zueinanderbringen. Sie verstehen sich, salopp gesagt, als eine Art „Tinder“ für Konferenzen: Mit wenigen Klicks sehen User, wer ähnliche Interessen hat und ein geeigneter neuer Kontakt wäre. Per App in Erfahrung gebracht, erspart das zeitraubendes Geplänkel am Buffet. Im Gegensatz zu Apps, die nur einer Messe oder einem Kongress vorbehalten sind, sind solche Multi-Event-Apps immer wieder einsetzbar. Anstatt sich also eine neue App herunterzuladen und in diese einzuarbeiten, gibt man hier nur die Veranstaltung ein und sieht, wer mit von der Partie ist. Diese Angebote ergeben allerdings nur Sinn, wenn viele Menschen auf demselben Event sie auch nutzen. Wer jedoch nicht jedem (unbekannten) User sein Leben auf dem Silbertablett präsentieren will, der macht hier nicht mit oder hält sich bedeckt.

Ein Wort zum Schluss: Alle drei Varianten haben etwas zu bieten. Die ersten beiden Typen sind etabliert – ob sich die dritte Gattung der Multi-Event-Apps durchsetzt, bleibt abzuwarten. Sicher ist: Während Lösungen wie „CrowdCompass“ längst den US-Markt erobert haben, steckt in Europa vieles noch in den Kinderschuhen, auch aufgrund der strengen Datenschutzbestimmungen. Da Smartphones und Tablets in der Arbeitswelt und kostenloses WLAN im öffentlichen Raum immer mehr zur Selbstverständlichkeit werden, dürfte die Nachfrage jedoch steigen.

 

Quelle: CWT Connect Magazin, Ausgabe 03/2016.