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Travel Price Outlook 2017

Teil 1 - Rahmenbedingungen

Das kosten Reisen nächstes Jahr: Prognose zur Preisentwicklung 2017

Carlson Wagonlit Travel und die Global Business Travel Association (GBTA) haben ihre inzwischen dritte gemeinsame Prognose zur globalen Preisentwicklung in der Reisebranche vorgestellt. Der aktuelle „Global Travel Price Outlook 2017“ unterstützt Einkäufer und Travel Manager bei der Budgetierung und Verhandlung ihres Firmenreiseprogramms für das nächste Jahr. Wir stellen die Studie in zwei Teilen vor: Im ersten geht es um die allgemeinen Rahmenbedingungen für die Preisentwicklung im kommenden Jahr. Der zweite Teil wird sich mit den konkreten Entwicklungen und Maßnahmen befassen.

 

Und das sind die Rahmenbedingungen: Insgesamt ist die Weltwirtschaft durch Unsicherheit gekennzeichnet: Der niedrige Ölpreis, schwache Konsumgütermärkte und schleppendes globales Wachstum lassen wirtschaftliche Stagnation vermuten.

 
Europa, Nahost und Afrika: Starke politische Einflussfaktoren

Hinzu kommen in unserer Region einige politische Entwicklungen – allen voran der bevorstehende Austritt Großbritanniens und Nordirlands aus der EU. Zwar wird das die Preisentwicklung im Reisesektor vermutlich nicht direkt berühren, aber die damit einhergehende allgemeine Verunsicherung beeinträchtigt das Investitionsklima. So lautet bei vielen Unternehmen die Devise: Abwarten. Wirtschaftsexperten sagen für Europa und Großbritannien eine stark rückläufige Konjunktur im Jahr 2017 voraus. Und dies kann sich sehr wohl auf die Nachfrage nach Geschäftsreisen auswirken. Auch Wechselkursschwankungen können die Preise beeinflussen.

 

Gleichwohl zählt Deutschland trotz Schwächen im Export noch zu den stabilsten Volkswirtschaften der Region. Russland leidet unter dem Ölpreisverfall, und die Aussichten für die ohnehin wirtschaftlich angeschlagenen südeuropäischen Staaten werden auch 2017 nicht signifikant besser. Zu den rein wirtschaftlichen Aspekten addiert sich die allgemein unsichere politische Lage aufgrund zunehmender Terrorgefahr und der anhaltenden Zuwanderung von Geflüchteten nach Europa. Auch im Nahen Osten und Nordafrika sorgen niedrige Ölpreise und ungünstige globale Rahmenbedingungen für ein schlechtes Wirtschaftsklima.

Trends und Risiken
  • Schwellenländer: In China zeichnet sich ab, dass das starke Wachstum der letzten Jahre nicht mehr in gleichem Maße weitergeht. Indien ist weiterhin vielversprechend, aber Russland und Brasilien stecken beide in einer Rezession.
  • Finanzmärkte: Die Lage ist weiterhin lebhaft, wenn sie sich auch in den letzten Monaten etwas stabilisiert hat. Wirtschaftliche oder geopolitische Krisen können diese fragile Stabilität jederzeit wieder erschüttern. Hinzu kommt die aktuelle Politik der US-Notenbank, die Prognosen erschwert.
  • Weltpolitik: Die US-Präsidentschaftswahl, das Erstarken von Anti-Establishment-Parteien in ganz Europa, Flüchtlingsströme, der drohende Brexit und die weltweit zunehmende Terrorgefahr schaffen ein unruhiges Klima.
  • Ölpreis: Ein weiterhin niedriger Ölpreis beeinflusst die erdölexportierenden Länder weiterhin negativ und könnte auch die globale Wirtschaft in Mitleidenschaft ziehen.

Angesichts dieser Rahmenbedingungen sind die Auswirkungen auf die einzelnen Marktsegmente (Flug, Hotel, andere Transportmittel) in den verschiedenen Weltregionen sehr heterogen.

 

 

Die Effekte auf die Preisentwicklung im europäischen Reisemarkt werden wir im zweiten Beitrag über die globale Preisprognose erläutern. Die gesamte Studie können Sie hier herunterladen.