skipnavigation

Travel Price Outlook 2017

Tipps für Ihr Firmenreiseprogramm

Schwankend, steigend, stagnierend: Uneinheitliche Geschäftsreisepreise 2017

Nachdem wir im ersten Beitrag die Rahmenbedingungen für die Preisentwicklung auf dem Geschäftsreisemarkt 2017 erläutert haben, zeigen wir nun die konkreten Auswirkungen auf die einzelnen Segmente und geben Empfehlungen, die Einkäufern und Travel Managern beim erfolgreichen Budgetieren helfen.

Flugpreise: aus verschiedenen Gründen schwankend

Der Travel Price Outlook von CWT und der GBTA erwartet für 2017 im weltweiten Durchschnitt nur moderat ansteigende Flugpreise – in einzelnen Märkten kann das aber anders aussehen. Haupttreiber ist der weiterhin niedrige Ölpreis. Im Gegenzug nimmt die Bedeutung von Zusatzgebühren zu, daher sollten Einkäufer ihre Reportingdaten diesbezüglich besonders sorgfältig analysieren. So können sie die für bestimmte Märkte prognostizierten Kostensteigerungen gegebenenfalls abfedern. Billigfluglinien bauen in vielen Regionen ihre Marktanteile aus, was den Wettbewerbsdruck auf konventionelle Airlines vor allem in Westeuropa erhöht. In Osteuropa dämpft die anhaltend schlechte wirtschaftliche Lage die Nachfrage, gleichzeitig ist der Wettbewerb begrenzt, sodass die Preise steigen können. Dem entgegen steht die konfliktbeladene politische Lage Russlands, die sich nachfragemindernd auswirkt – eine eindeutige Prognose ist also schwierig. Einschränkungen beim Reiseverkehr nach und von Großbritannien können ebenfalls Auswirkungen haben, wenn das Land die EU verlässt und Verbindungen mit anderen EU-Staaten dann keine Binnenflugstrecken mehr sind.

Hotelraten: Tendenz leicht steigend

Der wachsenden Konkurrenz durch Sharing-Anbieter wie AirBnB tritt die Branche mit Konzentration entgegen: Etliche Fusionen großer Anbieter haben in letzter Zeit den Markt bewegt. Zwar sind die neuen Anbieter in vielen Regionen für etablierte Hotels eine ernsthafte Konkurrenz, jedoch schätzen Geschäftsreisende nach wie vor die Annehmlichkeiten klassischer Hotelservices, sodass sich Sharing-Angebote nur gering auf die Preisgestaltung von Hotels auswirken. Wenig Veränderung gibt es bei den Zusatzkosten: WLAN ist weiterhin in der Regel kostenfrei, auch konnten sich die meisten Einkäufer in ihren Verhandlungen das Recht auf kostenlosen Storno am gleichen Tag weiterhin sichern. Bei Hotels mit geringerem Buchungsvolumen können sie sich auch künftig auf dynamische Raten einlassen – sofern sich Rabatte von 15 bis 20 Prozent auf die beste verfügbare Rate aushandeln lassen. In der Region EMEA kommen die geopolitischen Turbulenzen zum Tragen und haben die Reiseaktivitäten zumindest vorübergehend gelähmt. Für 2017 wird jedoch wieder ein Anstieg bei den Hotelbuchungen erwartet. Am stärksten steigen die Raten in Großbritannien, während für Deutschland nur ein leichter Preisanstieg erwartet wird.

Andere Transportmittel: Preisentwicklung stagnierend

Eine wirksame Reiserichtlinie ist die Grundlage für Ihre Sparziele. Deshalb empfehlen wir:

Ein scharfes Wettbewerbsklima wird auch im kommenden Jahr für mehr oder weniger gleichbleibende Preise sorgen. Zwar steigen die Umsätze der Sharing-Dienste wie Uber, jedoch sorgen Regulierungsbestrebungen dafür, dass sie sich aus bestimmten Märkten schon wieder zurückziehen. Dennoch werden sie in der gesamten Region EMEA vermutlich insgesamt zulegen und den Wettbewerbsdruck erhöhen. Daher bleiben die Preise weltweit und in EMEA relativ stabil, in Frankreich, Deutschland, Italien und Spanien sinken sie sogar.

Empfehlungen für Ihr Firmenreiseprogramm

  1. Werten Sie Daten genau aus: Heterogene Branchen und Märkte verhindern die starre Umsetzung eines unternehmensweiten Programms. Ihre Daten liefern Ihnen Aufschluss über die passende Maßnahme im jeweiligen Markt.

  2. Beobachten Sie die Marktentwicklung: Behalten Sie die für Sie relevanten Märkte und Leistungsträger genau im Blick. Achten Sie auf nicht zu starres Management.

  3. Stellen Sie bei Bedarf Ihr Programm um: Scheuen Sie sich nicht, z. B. bestimmte Leistungsträger aus dem Programm herauszunehmen. Bleiben Sie offen gegenüber Alternativen, um Risiken durch die Marktentwicklung abfedern zu können.

  4. Stellen Sie Ihre Technik auf den Prüfstand: Nutzen Sie die richtigen Tools für ein optimales Geschäftsreisemanagement – für Buchung, Programmüberblick oder Produktivität.

  5. Betrachten Sie Ihre Reisenden als Partner: In entspannten Zeiten können Sie Ihre Reiserichtlinie auch einmal lockerer handhaben. Legen Sie der Richtlinie Werte zugrunde und kommunizieren Sie diese, damit Ihre Reisenden sich vorteilhafter verhalten.

Nutzen Sie die gesamte Studie Travel Price Outlook 2017 für Ihren Reiseeinkauf.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren: